Nikolaus Hafermaas ruft zum nachhaltigen Kulturwandel auf und zeigt warum Intergenerational Design mehr ist als ein reines Designkonzept

Nachhaltigkeit. Ein Begriff, der uns heute in vielen Lebensbereichen förmlich überschwemmt. Zu Recht. Der Klimawandel fordert von uns ein sofortiges Umdenken und neues Handeln. Marken positionieren sich neu und entwickeln Strategien, um mit ihren Produkten und Dienstleistungen den Planeten Erde auch für spätere Generationen in einem lebenswerten Zustand zu erhalten. Doch das ist nur eine Facette von Nachhaltigkeit. Eine wichtige Lebensphase der Generationen ignorieren wir meisterhaft, zumindest aus Designsicht: Nämlich die Phase des Älterwerdens, vor allem auch das Altern unserer eigenen Generation.
Wir kreieren, entwickeln und innovieren für die Welt, allerdings immer für agile, mitten im Leben stehende Menschen. Dabei soll laut WHO die Welt im Jahr 2030 mehr Ü60-Jährige zählen als Kinder von 0 bis 10 Jahren. Die Lösung: Intergenerational Design. Diese Bewegung zeigt Aging als Chance für einen positiven Kulturwandel.

Design-Einöde Seniorenalter: Es lebe das Aging. Die Kreativbranche ist gefragt.

Erschreckend, ich gehöre nicht mehr zu den Jüngsten. Im Herzen aber bin und bleibe ich der Junge, der 1972 von der Documenta in Kassel fasziniert, seine kreative Ader entdeckte. Meinen unbedingten Anspruch an Design, Ästhetik und (Er-)Lebensqualität werde ich auch im Seniorenalter beibehalten und leben – so wie die meisten Menschen ihren individuellen Stil und ihre Vorlieben behalten werden. (...)
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Foto: Advanced Style Friendship / Bffs Project | © Ari Seth Cohen